Liebe Eltern, liebe Patientinnen und Patienten,

In der Zeit vom 25. Juli bis 18. August ist die Ordination geschlossen.

 

Wir ersuchen um Ihr Verständnis.

 

Ihr Team der Ordination Dr. Bürkle

 

 

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Der Einfluss der Ernährung wird von den meisten Eltern stark unterschätzt. Dabei hat die Ernährung teilweise sogar mehr Einfluss auf die Zahngesundheit als die Mundhygiene. Anders gesagt: bei zahnfreundlicher Ernährung und schlampiger Mundhygiene passiert weniger als bei schlechter Ernährung und guter Mundhygiene. Dabei ist es eigentlich gar nicht schwer.

Es gibt einige wenige Grundregeln:


NICHT DIE MENGE, SONDERN DIE HÄUFIGKEIT

Die Zähne brauchen etwa 1 bis 2 Stunden um sich von einer Mahlzeit oder von einem Getränk zu erholen! Wenn man auf einmal viel isst, schadet es den Zähnen also viel weniger, als ständiges dahin naschen. Also macht eine Handvoll Gummibärchen auf einmal gegessen den Zähnen relativ wenig, die gleiche Menge über einige Stunden verteilt dagegen schon!

NICHTS IST VERBOTEN

Das wundert Sie? Man muss nichts verbieten, die Frage ist nur, wann und wie man etwas zu sich nimmt. Erstellen Sie sobald wie möglich fixe Regeln: Saft gibt es nur zu den Mahlzeiten, dazwischen Wasser. Süßigkeiten gibt es als Nachspeise, nicht zwischendrin. Übrigens: Kinder nehmen im Schnitt mehr Zucker durch Getränke als durch Süßigkeiten auf!

UND NACHTS?

Nachts wird kein Speichel gebildet, der die Zähne reinigen und die Säuren neutralisieren könnte. Deshalb schadet alles, was nachts in den Mund kommt, sehr viel mehr! Das abendliche Flascherl kann also gerne ein geliebtes Ritual bleiben, solange es vor dem Zähneputzen geschieht!

WIE IST ES MIT DEM STILLEN?

Wir sind auch als Zahnärzte absolute Befürworter des Stillens. Es ist gut für die Entwicklung von Muskulatur und Kiefer und als Nahrung sicherlich das Beste für Ihr Kind. Sind allerdings die ersten Zähnchen schon da, wird es nachts gefährlich. Nachts nuckeln die Kinder beim Stillen oft nur kurz, schlafen dann wieder ein, nuckeln wieder kurz…. Die Milch verbleibt im Mund und verteilt sich überall, der Speichel arbeitet nicht und die gefürchtete frühkindliche Karies kann entstehen.

ZAHNGESUNDE GETRÄNKE

Da gibt es eigentlich nur eines: Wasser!

Die Kariesbakterien brauchen nur einen minimalen Auslöser um in Gang zu kommen. Selbst ein stark verdünnter Saft startet den Mechanismus. Und in der Nuckelflasche schadet er umso mehr. Daher gilt: Die Nuckelflasche sollte so bald wie möglich durch einen Becher ersetzt werden, und Säfte oder andere süße Getränke – auch wenn sie verdünnt sind (!!!) bitte nur zu den Mahlzeiten.

ZAHNGESUNDE ERNÄHRUNG

Leider ist nicht alles, was für den Körper gesund ist, auch für die Zähne gut. So ist es den Kariesbakterien egal, ob nun der Zucker aus dem Haushaltszucker, dem braunen Zucker, Honig oder Agavendicksaft kommt. Sie können leider alle verwerten. Ob die Kekse bio sind oder nicht, ist aus kariologischer Sicht ebenfalls egal. Auch Trockenfrüchte sind extrem zuckerhaltig! Obst leistet mit seinen Vitaminen und anderen Inhaltsstoffen einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesundheit. Für unsere Zähne liefert jedoch die Kombination aus Fruchtzucker (Fructose) mit Fruchtsäure leider perfekte Bedingungen für die Kariesverursacher. Muss man das Obst kauen, so wird zumindest der Speichelfluss angeregt und die Zähne gut umspült. Das geschieht aber leider nicht bei den so genannten Quetschies. Generell gilt: frische Gemüsesnacks und Käse sind aus zahnärztlicher Sicht die besten Zwischenmahlzeiten für Kinder!

Lassen Sie sich von uns beraten.